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Wenn eine häusliche Versorgung nicht möglich oder gewollt ist

Pflegebedürftige der Pflegegrade 2-5 können z.B. bei Verhinderung der sonstigen Pflegeperson vorübergehend in einer vollstationären Einrichtung untergebracht werden. Diese, als Kurzzeitpflege bezeichnete Leistung der Pflegeversicherung findet also in einem Pflegeheim statt.

Zu beachten ist hier, daß die gewählte Kurzzeitpflegeeinrichtung einen Versorgungsvertrag mit Ihrer Pflegekasse hat. Adressen von zugelassenen Kurzzeitpflegeeinrichtungen erhalten Sie von Ihrer Pflegekasse. Grundsätzlich sollten Sie vor Inanspruchnahme einer Kurzzeitpflege einen Antrag bei Ihrer Pflegekasse stellen. Beispiel: (https://nordost.aok.de/fileadmin/user_upload/AOK-Nordost/05-Content-PDF/Antrag-Kurzzeitpflege.pdf)

 

Welche finanziellen Leistungen stehen Ihnen bei bei einer Kurzzeitpflege zu

Kurzzeitpflege kann bis zu acht Wochen p.a. in Anspruch genommen werden. Die Pflegekasse bezuschusst eine solche Maßnahme mit bis zu 1.612,00 Euro im Kalenderjahr. Zusätzlich können Sie für nicht genutzte Leistungen der Verhinderungspflege bis zu 1.612,00 Euro für die Kurzzeitpflege beanspruchen. Dies würde dann einen Leistungsanspruch von 3.224,00 Euro ergeben. Wichtig: An den Kosten für Investitionen, Verpflegung und Unterkunft beteiligt sich die Pflegekasse nicht. Hier können Sie den monatlichen Entlastungsbetrag von 125,00 Euro im Zusammenhang mit der Kurzzeitpflege einsetzen. Den Entlastungsbetrag können auch Personen des Pflegegrades 1 bei einem möglichen Kurzzeitpflegeaufenthalt in Anrechnung bringen.

Haben Sie vor der Kurzzeitpflege Pflegegeld bezogen, erhalten Sie während der Kurzzeitpflege 50% des Pflegegeldes weiter.

Etwaige Ausnahmen entnehmen Sie bitte dem folgenden Gesetzestext.

 

Gesetzliche Regelung der Kurzzeitpflege in SGB XI Gesetzliche Regelung der Kurzzeitpflege in SGB XI

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Was versteht man unter Entlastungsbetrag

Einen Anspruch auf den sog. Entlastungsbetrag haben Pflegebedürftige der Pflegegrade 1 bis 5. Dieser beträgt zur Zeit 125,00 Euro monatlich und wird zusätzlich zur Geld- oder Sachleistung gewährt. Zu beachten ist, daß der Entlastungsbetrag nur zweckgebunden und nach Vorlage entsprechender Belege erstattet wird. Der Betrag kann z.B. für Kurzzeitpflege, Tages- oder Nachtpflege oder Sachleistungen ambulanter Pflegedienste (Pflegegrade 2 bis 5), die nicht im Bereich der Selbstversorgung erbracht werden. Ferner werden je nach Landesrecht Angebote im Alltag anerkannt. Dies können z.B. Betreuungs- oder Entlastungsangebote für Pflegende oder für die Haushaltsführung sein. Hierzu lohnt es sich, anerkannte Angebote bei der zuständigen Pflegekassen zu erfragen. Gleiches gilt für die Umwandlung von nicht in Anspruch genommenen Pflegesachleistungen.

Tipp: Bis zum 30. Juni des Folgejahres können nicht in Anspruch genommene Entlastungsbeträge übertragen werden.  Für die Jahre 2015 und 2016 gilt diese Regelung sogar bis 31.12.2018!

 

Gesetzliche Definition: EntlastungsbetragGesetzliche Definition: Entlastungsbetrag

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aktualisiert am 23.01.2018

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